Sonntag, 27. November 2005

Stromausfälle

Im Münsterland waren aufgrund der großen Schneemengen zeitweise bis zu 200.000 Menschen ohne Stromversorgung und noch heute sind es es Tausende. Alles ganz schlimm...
Zwei Dinge versteh ich nicht. Man spricht die ganze Zeit davon, dass so viele Lebensmittel verderben, weil die Kühltruhen ohne Strom sind. ?!? Haben die Menschen schon mal aus dem Fenster geblickt? Einfach das ganze vor die Tür legen in einen geschützen Bereich und schon bleiben die Lebensmittel frisch.
Außerdem muss es doch von Seiten der Politik Jubelschreie geben. Statistisch gesehen entstehen in Zeiten von Stromausfällen doch besonders viele Kinder. Wir dürfen uns also auf zahlreichen Nachwuchs in 9 Monaten freuen. Alles hat was Gutes!

Peer Steinbrück

Ich werde von Tag zu Tag ein größerer Fan von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. Keiner in der großen Koalition hat soviel Charme und Witz wenn er vor die Kameras tritt. Sein Flirten mit der Kamera als es um den nicht verfassungskonformen Haushalt 2006 ging ist ja schon legendär.
Beim Bundespresseball meinte er auf die Frage, ob er denn Geld eingesteckt habe. "Ich habe das gesamte Vermögen der Bundesrepublik in meiner Tasche - 4 Euro." Der Mann hat Humor.

Überleben von Zeitungen

Wieder einmal beschäftigen sich Zeitungen damit, wie sie in Zukunft überleben können beziehungsweise wie das Leseverhalten der ZeitungsleserInnen. Ein Schweizer Medienberatungsunternehmen hat nun festgestellt, dass die Bereiche Feuilleton, Lokales und Sport kaum noch gelesen werden. Alles sprechen von der Zukunft von Zeitungen im Internet.
Ich halte von derartigen Prognosen rein gar nichts. Die meistens Printmedien haben es bis heute nicht verstanden auf geänderte Technik und eine neues Leserverhalten angemessen zu reagieren.
Ich würde mich selbst als einen sehr intensiven Zeitungsleser bezeichnen, ich merke allerdings in den letzten Jahren eine Fehlentwicklung, die meiner Ansicht nach zu einer Überlebensfrage für viele Zeitungen wird. Immer mehr Printmedien reduzieren ihren Personalstand und beschränken sich in ihrer Arbeit im reinen Abschreiben von Agenturmeldungen. Das ist für mich, der täglich im Internet die Meldungen zumindest überfliegt völlig uninteressant. Ich möchte nicht hauptsächlich APA und DPA-Meldungen vom vergangenen Tag in meiner Zeitung lesen, sondern mir geht es vielmehr um eine Interpretation dieser Meldungen - sprich ich fordere richtigen Journalismus, der natürlich auch personalintensiv ist. Wenn es Zeitungen schaffen auf diesen Zug aufzuspringen, ist ein Überleben langfristig möglich.
Also, nicht Jammern und nicht Abschreiben, sondern wieder richtig guten Journalismus machen. Qualität zahlt sich aus!

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