Samstag, 16. September 2006

der Alltag

Gerne würde ich euch spannende Erlebnisse aus Berlin berichten, von aufregenden Geschehnissen erzählen, doch das ist derzeit nur schwer möglich. Meine Tage sind eher eintönig. Ich gehe arbeiten, komme nach Hause und setze mich nach einer Pause vor den Computer und arbeite an meiner Diplomarbeit. Ich weiß, das klingt schon sehr brav, aber ich bin wirklich selbst überrascht, wie diszipliniert ich arbeite. Hätte ich mir nicht gedacht.
In Berlin ist nochmal der Spätsommer ausgebrochen und wir erreichen Temperaturen von täglich um die 25 Grad - auch nicht schlecht, wobei wirklich nutzen kann ich das auch nicht.
So freue ich mich schon jetzt total auf meine ersten freien Tage seit Monaten Anfang Oktober, wo ich nach Wien komme um das Land mit meiner Stimme zu retten. :-)
Wie ihr seht, gibt es nicht viel zu erzählen. Jetzt werde ich mich noch ein wenig an die Arbeit setzen und dann gehts eh schon los Richtung Westen. Die Arbeit ruft.

Wowi und die Wahl

Nach einem kurzen Intermezzo in Braunschweig bzw. Helmstedt muss ich morgen meine staatsbürgerliche Pflicht erfüllen. Okay, bei mir eher meine europäische oder auch nur bürgerliche Pflicht erfüllen. Ich muss nämlich morgen zur Wahl. Berlin wählt und da darf ich natürlich nicht fehlen. Auch wenn ich unseren regierenden Bürgermeister nicht selbst wählen kann, so darf ich zumindest die Regionalpolitik im Bezirk mitentscheiden. Als europäischer Gastarbeiter sollte man auch nicht zu große Ansprüche stellen :-)
Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Berlinerinnen und Berliner schön brav zur Wahl gehen, denn wir brauchen jede Stimme!

Wahlplakat der SPD

Keine Kulturpolitik!

Normalerweise rege ich mich an dieser Stelle immer furchtbar auf, was im kulturellen Bereich alles nicht funktioniert. Heute möchte ich euch erzählen, wie sich aktuelle Kulturpolitik auch positiv auswirken kann. Der Staat hat kein Geld. Jaja, diesen Spruch predige ich auch jeden Tag. Also, was kann man machen, um das nicht vorhandene Geld nicht auszugeben? Richtig, man streicht einfach mal kulturelle Projekte und schon ist mehr nichtvorhandenes Geld in der Staatskasse.
Aber wie gesagt, ich profitiere einmal davon. Das Peter-Weiss-Archiv am Robert-Koch-Platz hier in Berlin Mitte hat seit Wochen ein drohendes Schild an seiner Lesesaaltür kleben. "Ab Mitte November ist das Archiv aufgrund von Bauarbeiten für vorraussichtlich 5-6 Monate geschlossen." Autsch, das tat jedes Mal weh, wenn ich dort war. Bedeutete das nämlich, dass ich in der Korrekturphase meiner Diplomarbeit keinen Zugriff auf die Originalquellen haben sollte. Das schmerzt natürlich! Aber eigentlich hätte ich es ja besser wissen müssen. Ich sitze ja an der "Quelle". Der Staat hat kein Geld und so wird der Umbau auf Mitte nächten Jahres verschoben - übrigens zum dritten Mal! Manchmal hat man doch Glück (was natürlich fast schon katatstrophal für das etwas desolate Archiv ist)!

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Über die Kolumne

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Zuletzt aktualisiert: 17. November, 02:01


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