Olympia 2006, ein Resümee
Die Olympischen Spiele 2006 in Turin sind vorbei. Zeit also ein kleines Resümee zu ziehen. Was wird von diesen Spielen bleiben? Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass für Österreich die Spiele nicht erfolgreicher hätten sein können. Die Position im Medaillenspiegel (nämlich Rang 3) ist weder mit der Größe der angetretenen Mannschaft noch mit der Größe des Landes zu begründen. Das waren in diesem Punkt wirklich herausragende Spiele, die man auch nicht jedes Mal erwarten kann und darf.
Ein großer Schatten wird natürlich von der Dopingaffäre rund um die Langläufer und Biathleten geworfen. Auch wenn die unmittelbaren Tests negativ waren, so ist allein durch das Auffinden der Materialien der Dopingverdacht mehr als erhärtet. Eigentlich hätte man dem ÖSV wünschen können, dass positiv getestete SportlerInnen gefunden werden. Dann wäre eine lückenlose Aufklärung der Vorkommnisse zumindest möglich gewesen. Nun wird aller Wahrscheinlichkeit nach alles unter den Teppich gekehrt und man zieht keine Lehren aus dem ganzen.
Ich persönlich bin ja für sehr harte Bestrafungen von Mannschaften, die dopen. Sowohl strafrechtlich als auch sportrechtlich. Wie wäre es zum Beispiel, wenn ein Land automatisch in der betreffenden Disziplin bei den nächsten Spielen gesperrt wäre, wenn SportlerInnen positiv getestet werden? Denn es ist kaum zu glauben, dass die österreichischen Verantwortlichen nicht von der ganzen Geschichte gewusst haben. Wie kommt denn Walter Mayer in das Quartier der Mannschaft? Da kann man ja nicht so einfach hinein, oder? Auf jeden Fall würden bei einer harten Bestrafung meiner Meinung nach auch die Betreuer mehr auf ihre Schützlinge achten.
Verlierer dieser Spiele ist meiner Ansicht nach die Olympiabewerbung von Salzburg für das Jahr 2014. Die Reaktionen aus dem ÖOC und dem ÖSV waren sehr schädlich und katastrophal organisiert. kein gutes Licht für ein Bewerberland.








