Filmkritik: Hotel Ruanda
Inhalt:
Am 7. April 1994 brach in Ruanda der Bürgerkrieg zwischen den regierenden Hutu-Milizen und den Rebellen der Tutsi aus. In nur 100 Tagen starben eine Millionen Menschen durch die Hand der Milizen, während die gesamte westliche Welt vor dem blutigsten Kapitel der jüngeren afrikanischen Geschichte die Augen verschloss. HOTEL RUANDA ist die wahre Geschichte eines ganz gewöhnlichen Mannes, der beispiellose Zivilcourage bewies und über 1200 Menschen vor dem sicheren Tod rettete, indem er in seiner Funktion als Hotelmanager ihnen Schutz in den Hotelanlagen gab. Paul Rusesabagina (gespielt von Don Cheadle) stellte sich couragiert gegen die Kräfte, die sein Land zu zerreißen drohten…
Meine Meinung:
Ein richtig toller Film - unheimlich ergreifend, traurig, frustrierend und sehr gut gemacht. Eine wahre Geschichte, gespielt von herausragenden SchauspielerInnen, und nicht zu vergessen ein wirklich genialer Soundtrack (mit dem Titelsong von Wyclef Jean). Eine Kombination, die für den Erfolg des Filmes hauptverantwortlich ist.
Ein besseres Argument gegen die Schlussstrichmentalität als diesen Film, der die Grauen des Genozid in Ruanda im Jahre 1994 so drastisch vor Augen führt, gibt es nicht. Wer allen ernstes der Meinung ist, dass Massenerschießungen, Völkermord und das Wegschauen der Weltöffentlichkeit zur Vergangenheit gehören, der wird hier eines besseren belehrt. Wenn man aus dem Film hinausgeht, schämt man sich Europäer zu sein!
HOTEL RUANDA zählt mit Sicherheit zu den wichtigsten Filmen dieses Jahres, und ein Besuch lohnt sich wirklich.
Links:
Offizielle Filmhomepage
www.tobis.de








