gedanken

Samstag, 17. Februar 2007

Februar und die guten Vorsätze

Kaum hat der Februar begonnen, schleicht sich schon wieder der Lenz ein. Die guten Vorsätze vom Anfang des Jahres erscheinen wieder so fern. Ich bin im Stress. Okay, wann bin ich das nicht, aber diesmal ist es wirklich so. Ich hatte die ganze erste Februarwoche frei und habe jeden Tag intensiv an meiner Diplomarbeit gearbeitet. Es geht mit großen Schritten in die richtige Richtung.
Da bleibt naturgemäß nicht viel Zeit für andere Dinge und so gibt es relativ wenig von uns zu erzählen. Oder wollt ihr wirklich lesen, wie ich nebenbei mit meiner ersten richtigen Steuererklärung herumschlage? Das deutsche Steuerrecht ist wirklich ein Mysterium, das man einfach nie verstehen kann.

Montag, 22. Januar 2007

Warum schwimmen Container?

Ihr habt sicherlich auch die plündernden Briten gesehen, die am Strand nach Resten der Container der Napoli suchen. Das Containerschiff war vergangene Woche im Ärmelkanal in Seenot geraten und droht nun zu sinken.
Darüber will ich aber gar nicht schreiben. Ich frage mich nämlich jedes Mal, wenn ich die Bilder davon sehe, warum die Container schwimmen können? Die sind doch aus Metall gebaut und nach dazu mit Waren befüllt. Weiß jemand eine Antwort dafür?

Donnerstag, 18. Januar 2007

Hilfe, der Sturm kommt!

Ich bin ja schon sehr gespannt, wie sich der angekündigte Orkan hier in Berlin auswirken wird. Die Schüler der Stadt freuen sich bereits, denn sie können heute offiziell zu Hause bleiben, wenn die Eltern Angst um sie haben. Wieso hat keiner Angst um mich, damit ich schnell wieder zurück in mein Bett kann?

Montag, 15. Januar 2007

Alle Jahre wieder...

Nein, ich möchte nicht über Weihnachten, Ostern, Geburtstage oder Allerheiligen philosophieren, sondern über die wichtigste Frage Österreichs in jedem Januar/Jänner schreiben.
Wen bringt Richard Lugner mit seiner Mausi in diesem Jahr zum Opernball mit? Schon melden sich wieder die ersten Radiosender und Zeitungen, die es angeblich ganz genau wissen wollen. In diesem Jahr soll es Paris Hilton sein, die für viel Geld nach Wien gelockt wird. Angeblich. Damit allerdings würde Herr Lugner eine nie dagewesene Niveaulosigkeit erreichen, die auch in kommenden Jahren kaum zu übertreffen scheint. Ich kann diese Frau schon nicht mehr sehen - überall steckt sie ihr Gesicht in eine Kamera. Angeblich soll sie attraktiv und eine Art "Stilikone" sein. Ich hoffe nicht, dass sich irgendjemand an ihr ein Beispiel nimmt. Vielleicht liefert sie uns beim Opernball auch eine gesangliche Kostprobe ihrer überaus erfolgreichen musikalischen Kreation, die völlig unverständlich in manchen Radiosendern auch gespielt wurde. Was halt eine Werbemaschinerie alles bewirken kann.
Auf jeden Fall ist diese angebliche Verpflichtung von Paris Hilton ein eindeutiger Beweis, dass kein normaler Mensch auf den Opernball geht, sondern stattdessen die schönen anderen Bälle Wiens besucht.

Sonntag, 22. Oktober 2006

Take That

Ich werde alt. Eindeutig! Gerade habe ich das erste Mal seit 10 Jahren Take That live im Fernsehen gesehen. Unglaublich! Und die waren meiner Meinung nach sogar gut.

Ich gebe zu, ein kleines Schmunzeln kommt schon über meine Lippen. Ich denke, so einige wissen warum. Hat das Leben nicht unheimlich viele Facetten. Genau das macht es doch so wunderbar zu leben! :-)

Also, lege mich nun schlafen mit der bestätigten Überzeugung, dass alles gut wird! Schlaft auch schön!

Mittwoch, 18. Oktober 2006

Fehlentscheidung

In Österreich wurden nun die Sportler des Jahres gewählt. Ein gewisser Benjamin Raich hat die Auszeichnung in der Kategorie Sportler gewonnen. Eine glatte Fehlentscheidung! Wieso hat man mir nicht diesen Preis verliehen? Ich bin der einzig rechtmäßige Anwärter auf diesen Titel. Sportliche Höhepunkte im letzten Jahr waren unter anderen das regelmäßige Erreichen des 3. Stocks im Germanistik Institut oder des 7. Stocks im Bundestag, das Laufen gegen die Fahrtrichtung in einem 250km/h schnellen ICE und nicht zu vergessen das Hochschleppen des Kühlschranks in der Bergstrasse. Also, gebt mir meinen Preis zurück!

Liebe Diesel-FahrerInnen,

heute musstet Ihr das erste Mal an der Tankstelle mehr bezahlen als für Benzin. Groß ist das Klagen in allen Zeitungen. Mein persönliches Mitleid hält sich jedoch ziemlich in Grenzen. Viele Dieselfahrzeuge sind ekelhafte Dreckschleudern und sollte sowieso stärker besteuert werden - der Umwelt zu lieben. So finde ich es nur gerecht, dass jetzt die Preise erhöht werden. Übrigens so überraschend ist das nicht. Das nennt man nur Marktwirtschaft - je mehr Nachfrage, desto höher werden die Preise. Irgendwie logisch! Aber Kopf hoch, es gibt Schlimmeres. Zum Beispiel fallende Autobahnen.

Montag, 16. Oktober 2006

Autobahn fällt

Im fernen Schweden schmeißt man Weihnachtsbäume aus dem Fenster – Ikea-Besucher kennen es unter „Knut fällt“. Im nahen Österreich fallen Autobahnen, zwar nicht aus dem Fenster, aber das wäre auch etwas schwer.
Die Tauernautobahn ist derzeit teilweise gesperrt, denn sie droht einzustürzen. Nun müssen wir uns fragen, was der Grund dafür ist. Ich habe schon die Schuldigen gefunden. Die Holländer mit ihren Wohnwagen! Durch die große Angriffsfläche entsteht bei Wohnwagen im Fahrtwind ein ganz besonderer Druck auf die Fahrbahn. Dieser Druck wird durch Käse- und Blumentransporte verstärkt. Dazu bringt die viel zu langsame Geschwindigkeit der Holländer die Autobahn ins Schwanken. Aus diesem Grund sollten wir in Salzburg zweisprachige Ortstafeln aufstellen, um die Holländer bereits nördlich der Alpen abzufangen.
Rettet Kärntens Autobahnen vor den bösen Holländern!

Sonntag, 15. Oktober 2006

Nobelpreise

Ich wurde von verschiedenen Seiten gefragt, wie ich die diesjährige Nobelpreisvergabe beurteile.
Meiner Ansicht nach hat das Nobelpreiskomitee wieder einmal sehr viel Taktgefühl bewiesen. Die Nobelpreise für die Naturwissenschaften kann ich schon aufgrund meiner mangelnden Kenntnis der Materie nicht bewerten, den Nobelpreis für Literatur und den Friedensnobelpreis jedoch sehr wohl. Orhan Pamuk ist einer der bekanntesten Schriftsteller Europas und zugleich der berühmteste türkische Vertreter seiner Zunft.
Allein durch die zahlreichen Auseinandersetzungen mit den türkischen Behörden war er des öfteren in den europäischen Medien vertreten. Schriftstellerisch habe ich bisher nur seinen Erinnerungen über Istanbul gelesen - eine sehr schönes, persönliches Buch, das zugleich auch eine Einstimmung auf meine Istanbulreise im vergangenen April war – aber halt keine Prosa im klassischen Sinn.

Insgesamt finde ich eine sehr kluge Entscheidung, ausgerechnet dem in der Türkei umstrittensten Schriftsteller diesen Preis zu geben. Eine gewisse Parallele zu der Verleihung an Elfriede Jelinek kann man nicht leugnen.
Vielleicht müssen wir uns fragen, wieso in den jeweiligen Ländern ausgerechnet die international erfolgreichsten Schriftsteller oft so umstritten sind. Vielleicht weil sie den Finger auf die nationalen Wunden drücken, oder weil Erfolg auch Neid produziert, oder vielleicht ist es auch das moralische Gewissen, das viele dieser Autoren verkörpern und das den Leuten sauer aufstößt. Ich denke hier auch an Günter Grass. Unabhängig, wie man zu seiner Autobiographie und dem späten Geständnis stehen mag: Wie hat sich doch ein großer Teil der Öffentlichkeit darüber gefreut, dass ausgerechnet Grass, dieser Grass, der politisch aktiv war und ist und wie kaum ein anderer (augenommen vielleicht Altbundeskanzler Helmut Schmidt) das moralische Gewissen Deutschlands darstellt, ins Straucheln kommt.
Aber genug der Worte, freuen wir uns also, dass das Nobelpreiskomitee eine derartig gute Wahl getroffen hat, und gehen wir am besten gleich heute in die Buchhandlung, um ein Werk Pamuks zu erstehen und lesen wir es auch.

Der Friedensnobelpreis ist in diesem Jahr ebenfalls klug vergeben. In einigen Zeitungen habe ich jedoch gelesen, wie empörend man findet, dass ein Bankier, der von armen Leuten 20% Zinsen verlangt auch noch so einen Preis bekommt. Da kann ich natürlich nur den Kopf schütteln und diesen Journalisten empfehlen, dass sie sich einmal näher mit Mikrokrediten auseinandersetzen. Hier wird Menschen, die bei keiner „normalen“ Bank eine Kreditchance hätten trotzdem ein Kredit gewährt. Dabei handelt sich oft um Kleinstbeträge von 100 Dollar, die für die Betroffenen jedoch oft den entscheidenden Impuls für ihre Selbsthilfe darstellen. Hier wird das Prinzip „Hilfe zu Selbsthilfe“ gelebt! Klar, dass man dies nicht zum Nulltarif machen kann. Die Ausfälle bei Rückzahlungen werden sicherlich nicht unwesentlich sein. Deshalb halte ich die Zinsrate für gerechtfertigt. Auf jeden Fall ist dieses Prinzip 1000 Mal besser als irgendwelche Säcke Reis oder Kartoffeln in ärmste Länder zu schicken.

Mittwoch, 24. Mai 2006

"Problembär"

In welch einer perversen Welt leben wir eigentlich? Da gibt es erstmals seit 175 Jahren einen Bären in Bayern und was machen wir Menschen? Ja richtig, wir geben ihn zum Abschuss frei, weil er für die Menschen gefährlich werden könnte (angeblich). Ich frage mich die ganze Zeit, was denn so ein Bär essen soll?. Natürlich sucht er sich irgendwelche Tiere und da passen eingesperrte Hühner oder Schafe durchaus in den Speiseplan. Aber muss man ihn deshalb gleich abknallen???
Auf jeden Fall verlieren wir somit jedes Recht Inder, Chinesen oder Afrikaner zu ermahnen, wenn sie ihre Elefanten, Tiger und dergleichen töten. Wir sind um nichts besser!

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Zuletzt aktualisiert: 17. November, 02:01


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