presse

Donnerstag, 26. Januar 2006

Saliera-Interview

Ist das nicht zum Totlachen, dass der mutmaßliche Dieb der Saliera in der Radiosendung Immobilien-Talk auf Orange 94.0 bei Peter Nemeth Anfang Juli 2004 ein Interview eiegntlich über seinen Diebstahl gab. Ich zerkugle mich noch immer am Boden darüber. Der Mann hat absolut Humor:

Im Wortlaut:
Nemeth: Sind auch schon Alarmanlagen überlistet worden? M.: Was man über Überlisten hört oder liest ... das ist meistens was ganz Veraltetes gewesen ... wenn man sich das dann genauer anschaut kommt man darauf, dass das sehr, sehr schlecht gesichert war - da möchte ich Schlagwort Saliera sagen (lacht). Wenn man sich das dann als Fachmann anschaut, also mit einem Gerüst und etc., dann ist das nicht ein was weiß ich für bewundernswerter Akt gewesen, sondern das war einfach ... Nemeth: Dumm? M.: Ja, aber nicht vom Einbrecher, sondern (lacht) . . . von den Verantwortlichen.

Montag, 16. Januar 2006

Rosa Brett

Im Wochenend-Standard gibt es ja die Gratis-Wortanzeigen für Studierende, das "Rosa Brett". Dabei ist so ziemlich alles zu finden. Nachhilfe, Sprachunterricht, Studienhilfe, Wohnungen, Autos und auch zahlreiche Künstler, die sich auf der Suche nach Modellen und Motiven befinden. Eine Anzeige hat es mir in der letzten Ausgabe angetan und ich möchte sie euch nicht vorenthalten.
AKTIONSKÜNSTLER sucht SCHWANGERE FRAUEN für GEBURTSTAKTION (Geburt als Ur- und Kunstakt, die Entbindung auf der Malerleinwand als (blutende Spur des Lebens, wodurch das Gebären künstlerisch dokumentiert werden soll) E-Mail: d*****@hotmail.com
STANDARD, 14. Jänner 2006, S.K24
Ich frage mich nur, ob entbindende Frauen nicht andere Probleme haben, als auf einer nicht sterilen Malerleinwand ihr Kind zu bekommen? Vor allem stell ich mir den Künstler vor, der die ganze Zeit meint: "Aber noch ein Stückchen links...ja so... nein doch wieder ein bißchen rechts..." Sachen gibt es...

Dienstag, 27. Dezember 2005

Exodus oder doch Exitus?

Exodus
1.) Schlusslied im griechischen Drama
2.) Auszug bzw. Verlassen eines Gebietes

Exitus
1.) Tod
2.) Ausgang

Zwei Wörter, die scheinbar sehr ähnlich klingen und doch gänzlich unterschiedliche Bedeutungen haben. Ich dachte eigentlich nicht, dass man diese beiden Wörter verwechseln kann, aber nun ist genau das bereits zum zweiten Mal passiert und ich möchte euch kurz davon erzählen.
Im STANDARD schreibt Kurt Hoffmann in der heutigen Printausgabe einen Artikel mit folgenden Titel und Untertitel:
"Warten auf den Exodus unter den Billigfliegern"
Die oft prophezeite Pleitewelle von Low-Cost-Airlines wird weiter auf sich warten lassen - In Österreich konnten sich die Billigfluglinien noch immer nicht voll etablieren

Im Artikel selbst wiederholt er seinen Fehler, als er sich fragt: "Kommt es nun aufgrund der hohen Treibstoffpreise und der massiven Überkapazitäten am Markt im verkehrsschwachen Winter zum viel diskutierten Exodus unter Europas Billigfluglinien?"
Peinlich finde ich hier vor allem, dass es sich nicht nur um einen online-Beitrag handelt, sondern die Printausgabe. Liest beim STANDARD niemand mehr Korrektur?

Link:
zum Artikel

Sonntag, 27. November 2005

Überleben von Zeitungen

Wieder einmal beschäftigen sich Zeitungen damit, wie sie in Zukunft überleben können beziehungsweise wie das Leseverhalten der ZeitungsleserInnen. Ein Schweizer Medienberatungsunternehmen hat nun festgestellt, dass die Bereiche Feuilleton, Lokales und Sport kaum noch gelesen werden. Alles sprechen von der Zukunft von Zeitungen im Internet.
Ich halte von derartigen Prognosen rein gar nichts. Die meistens Printmedien haben es bis heute nicht verstanden auf geänderte Technik und eine neues Leserverhalten angemessen zu reagieren.
Ich würde mich selbst als einen sehr intensiven Zeitungsleser bezeichnen, ich merke allerdings in den letzten Jahren eine Fehlentwicklung, die meiner Ansicht nach zu einer Überlebensfrage für viele Zeitungen wird. Immer mehr Printmedien reduzieren ihren Personalstand und beschränken sich in ihrer Arbeit im reinen Abschreiben von Agenturmeldungen. Das ist für mich, der täglich im Internet die Meldungen zumindest überfliegt völlig uninteressant. Ich möchte nicht hauptsächlich APA und DPA-Meldungen vom vergangenen Tag in meiner Zeitung lesen, sondern mir geht es vielmehr um eine Interpretation dieser Meldungen - sprich ich fordere richtigen Journalismus, der natürlich auch personalintensiv ist. Wenn es Zeitungen schaffen auf diesen Zug aufzuspringen, ist ein Überleben langfristig möglich.
Also, nicht Jammern und nicht Abschreiben, sondern wieder richtig guten Journalismus machen. Qualität zahlt sich aus!

Dienstag, 15. November 2005

25 Tassen Kaffee

Wie man mit wenigen Worten den Sinn eines Kurzartikels komplett verändern kann, ist mir gerade wieder mal aufgefallen.
Auf orf.at steht folgender Kurzartikel über den Kaffeegenuss der Österreicher, der wiederum auf einen ausführlicheren Beitrag verweist.
Österreicher trinken 25 Tassen Kaffee pro Woche
Kaffee ist im Land des Kaffeehauses äußerst populär. 92 Prozent der Österreicher ab 14 Jahren trinken ihn regelmäßig - durchschnittlich 25 Tassen wöchentlich. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.

Hm, was sagt uns dieser Bericht? 25 Tassen trinken im Durchschnitt 92 Prozent der ÖsterreicherInnen in der Woche, oder?
Wer allerdings auf den längeren Artikel geht, wird schnell merken, dass diese Umfrage besagt, dass jeder Haushalt in Österreich durchschnittlich 25 Tassen pro Woche trinkt. Das ist doch gleich mal ein ganz anderes Ergebnis. Für mich ist es ein weiteres Indiz, dass die Redakteure von orf.at nicht gerade die hellsten auf diesem Planeten sind. Die UserInnen übrigens auch nicht - in den Kommentaren überschlagen sie sich mit den falschen Zahlen und wilden Theorien dazu. Ach ja, wie schafft man als Haushalt 25 Tassen Kaffee in der Woche? Ich schaffe gerade mal 10 im Jahr (wenn ich Besuch habe).

Link:
www.orf.at

Samstag, 12. November 2005

Wien, Wien nur Du allein...

Gestern bekam ich von meiner Mutter DIE ZEIT mit dem neuen Österreich-Teil und einem Spezial über Wien mit dem tollen Titel "Wien bleibt nicht Wien". Als pflichtbewußter Patriot [:-)] musste ich diesen Artikel natürlich sofort lesen. Selten habe ich eine so derartig peinlichen Artikel in der ZEIT gelesen.
Eigentlich sollte ich mich ja darüber freuen, den Fazit des Artikel: Wien ist ganz toll, ganz modern, ganz schön lebenswert und das alles weil seit es Demokratie gibt Sozialdemokraten in der Stadt regieren. Das mag ja alles schön und gut sein, dass es nun auch in der Hamburger ZEIT-Redaktion angekommen ist, dass das sozialdemokratisches Modell für die Menschen das lebenswerteste ist. Wir WienerInnen haben das schon seit langem erkannt! Trotzdem ist mir das alles ein wenig zu Happysound. In einem Artikel über eine Großstadt erwarte ich mir auch ein wenig kritischere Stimmen. Eigentlich könnte so ein Artikel auch in einer Hochglanzbroschüre der Wien-Werbung stehen - guter Journalismus sieht anders aus. Auch wenn es stimmt, dass Wien sehr lebenswert ist. Das wissen wir 1,6 Millionen übrigens schon lange!

Freitag, 5. August 2005

Springer ist überall...

Der Axel-Springer-Verlag - kurz: die Bösen - hat, wie soeben gemeldet wurde, die Sat1/Pro7-Gruppe übernommen. Falls die Kartellbehörde dem zustimmt findet eine weitere Konzentration in der deutschen Medienlandschaft statt. Wer, so wie ich derzeit täglich, in der BILD-Zeitung blättern muss, der kann nur erahnen, wie das in den nächsten Jahren auch im Fernsehen sein wird. Okay, die beiden Fernsehsender sind schon heute nicht als das gelbe vom Ei zu bezeichnen, aber der Nachrichtensender N24, der ebenfalls dazu gehört war nicht ganz so schlecht. Andererseits "Unterschichtenfernsehen" zusammen mit "Unterschichtenzeitung" ergibt an und für sich doch ein tolles Paar, oder?
Schon jetzt sind die deutschen Medien alles andere als freundlich und ich kann mir gut vorstellen, dass das noch schlimmer wird.

Mittwoch, 3. August 2005

Redakteure von orf.at

"Im Februar 2003 war die US-Raumfähre "Columbia" wegen eines Defekts am Schutzschild beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht. Damals kamen alle sieben Astronauten an Bord ums Leben."

Mit diesem Satz hört derzeit jeder Artikel auf orf.at über die Discovery auf. Sichtlich haben da ein paar Redakteure die copy and paste-Tasten entdeckt. Herzlichen Glückwunsch!

Samstag, 30. Juli 2005

Oskar Lafontaine und die Fehler

Auf die TAZ ist einfach Verlass. Mit meinem absoluten Lieblingsteil "verboten" schafft sie es immer wieder ein lautes Lachen bei mir zu erzeugen. So auch heute:

verboten
Guten Tag, meine Damen und Herren!

Was ist nur los mit den Verantwortungsträgern dieser Welt? Alle treten zurück. Am Donnerstag war es DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp, weil er einen Fehler nach dem anderen gemacht hat. Gestern war es der Chef der Deutschen Sporthilfe, Hans-Ludwig Grüschow, der einen schweren Fehler nach dem anderen gemacht hat. Und Frau Karadzic bat ihren Mann um Aufgabe, denn er ist ein einziger Fehler.

Gibt es niemanden, der heutzutage noch fehlerlos ist? Einen gibt es noch: Oskar Lafontaine, den Wiedergeborenen, den Heiland der Linken, den Phönix aus der SPD-Asche. Lafontaine tritt heute als Spitzenkandidat der WASG in Nordrhein-Westfalen an. Denn:

Oskar Lafontaine braucht niemals einen Fehler, um sich davonzuschleichen.

Quelle: TAZ vom 30.07.2005

Mittwoch, 18. Mai 2005

Capri wird teurer...

"Auf Capri ziehen die Preise an" lautet eine Schlagzeile im gestrigen Standard auf Seite 5.
So weit sind wir in unserer Orangenrepublik bereits gekommen, dass uns eine Preissteigerung in Capri interessieren soll. Doch vielleicht hat diese Entwicklung tatsächlich Auswirkungen auf uns. Muss man unserem Finanzminister KHG nicht gleich eine Gehaltserhöhung geben, damit er im internationalen Jetset mithalten kann? Nicht, dass ihm plötzlich die Kohle ausgeht und er per Anhalter bzw. schwimmend nach Hause muss.

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Bodensee (Jul 07)
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Zuletzt aktualisiert: 17. November, 02:01


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