uni

Samstag, 1. April 2006

Ätsch!

Das Leben kann doch auch mal gerecht sein. Gerade lese ich, dass unser Wendelin Schmidt-Dengler mit seiner Liste bei der Senatswahl zwei Sitze ergattern konnte. Damit gibt es wieder die Chance, das Mittelbau und Studierende zusammen mit dieser Liste die Mehrheit im Senat haben. Durch das Universitätsgesetz von 2002 bekamen ja die Professoren die Mehrheit, was damals zu heftigen Protesten führte. Nun hat einer der größten "Quälgeister" dieser Regierung zwei Sitze errungen.
Vor allem Rektor Winkler wird das ärgern, denn er hat der Wiener Germansitik so nebenbei in einer Nacht und Nebel-Aktion in diesem Semester 40 Lehrveranstaltungen gekürzt - das nennt man politische Bestrafung.
Wendelin, ich bin stolz auf Dich!

Mittwoch, 29. März 2006

Sponsion

Heute war ich das erste Mal auf einer Sponsion. Nicht, dass ihr denkt, ich hab euch was verschwiegen und bin längst mit dem Studium fertig. Nein, mein lieber Freund Stefan hat sein Germanistikstudium erfolgreich abgeschlossen und da musste ich natürlich gratulieren kommen.

Mittwoch, 15. März 2006

für die Geschichtsbücher

Schlagt die Geschichtsbücher auf und merkt euch diesen Tag. Soeben habe ich meine letzte reguläre Arbeit in meinem gesamten Studium abgegeben und bin somit scheinfrei. Nun trennen mich "nur" noch die Diplomarbeit und die anschließende Diplomprüfung von meinem Abschluss.

Dienstag, 28. Februar 2006

Ein Wunder!

Echte Wunder gibt es selten! Doch in diesem Fall kann man ruhig dieses inflationäre Wort verwenden, denn es ist wirklich nicht selbstverständlich, was ich euch nun zu berichten habe.
Die Studierenden unter euch kennen vielleicht das folgende Problem. Es ist Freitag, kurz nach Mittag und man bemerkt, dass man noch unbedingt ein Buch aus der Uni-Bibliothek braucht. man bestellt es schnell und rennt los. Da man aber noch irgendwo aufgehalten wird, erreicht man die Entlehnstelle erst kurz nach 16 Uhr und... Tja, Pech gehabt! Die sperrt nämlich Punkt 16 Uhr am Freitag zu. All die Jahre auf der Uni war mir dies völlig unverständlich.
Gestern bringe ich mal wieder in der Gruft, so nennen ich die Rückgabestelle, meine Bücher zurück und bemerke im Vorbeigehen eine Schild mit neuen Öffnungszeiten. Unvorstellbar, aber wahr. Die Entlehnstelle der UB Wien hat in Zukunft jeden Freitag bis 19 Uhr geöffnet. Mit Tränen in den Augen kann ich nun stolz sagen, es hat sich während meiner Unilaufbahn etwas zum Guten verändert. Toll!!!

Donnerstag, 2. Februar 2006

Gugging, wir kommen!

Jedes Land hat die Politiker, die es verdient - so auch Österreich. Unsere beglücken uns heute mit zwei tollen Entscheidungen: Die Klimt-Bilder kaufen wir nicht und in Gugging entsteht die "Elite"-Uni. Okay, zu den Klimt-Bildern habe ich schon viel gesagt, ist eh besser so. In einem amerikanischen Museum sind die besser aufgehoben.
Gugging allerdings ist ein wirklich toller Standort für eine Uni. Ich hab ja schon an sich ein Problem mit einer "Elite"-Uni, vor allem in einer Zeit, wo den bestehenden Unis laufend Geld weggenommen wird. Wäre es da nicht ratsam als erstes die Uni mit genügend Finanzmittel auszustatten und dann so eine "Elite"-Uni zu bauen? Die Entscheidung, die Uni nach Gugging, an den Stadtrand von Wien zu bauen ist meiner Meinung nach einer der unfähigsten Entscheidungen dieser Regierung. Versteht mich nicht falsch, ich bin gar nicht der Meinung, dass diese Uni unbedingt in Wien sein sollte, aber muss man sie ausgerechnet in den Wienerwald bauen. Wäre das nicht nördlich, südlich oder östlich von Wien Platz dafür gewesen. Auf jeden Fall ist die Verkehrsanbindung dorthin sehr schlecht. Aufgrund der Geografie wird es nur den Bus geben und das bedeutet letztendlich: alle werden mit ihren Autos dorthin fahren. Von vielen Gesichtspunkten aus ein Wahnsinn! Außerdem ist Gugging "etwas" vorbelastet und so ist die Frage meines Profs, ob nun eine Zweigstelle dieser Uni in Steinhof entstehen wird gar nicht so abwegig. Auf jeden Fall zeigt sich, dass diese Regierung eine einzige bildungspolitische Katastrophe darstellt.
So nebenbei, habe ich euch schon mal erzählt, dass das Institut für Germanistik im kommenden Semester 60 (!!!) Lehrveranstaltungen streichen soll. Das sind rund 30% aller Veranstaltungen. Aber ich weiß, das interessiert in diesem Land niemanden. Armes Österreich!

Dienstag, 17. Januar 2006

in der Bibliothek

Gestern hatte ich wieder mal das Vergnügen mit der Universitätsbibliothek Wien. Ich bin ja schon seit einiger Zeit der Meinung, dass DiplomantInnen eine psychologische Betreuung benötigen, um die Erlebnisse in der UB Wien ohne bleibende Schäden verarbeiten zu können.
Die Trennung zwischen Bücherausgabe und Bücherrückgabe finde ich seit Anfang an völlig sinnlos. In Summe muss man nun doppelt warten. Für den Benutzer/die Benutzerin gibt es keine Verbesserung. Sinnvoller wäre es gewesen, die Arbeitsplätze konsequent stärker zu besetzen.
Naja, wie auch immer. Nach 10 Minuten bei der Bücherrückgabe und 8 Minuten Anstellen bei der Bücherausgabe, fragt mich doch tatsächlich die Bibliotheks-Tusse, wieso ich meine Bücher nicht alle auf einmal bestelle, sondern über den ganzen Tag verteilt. Sie müsse nämlich dann soviel laufen, um alle Bücher zusammen zu suchen. ?!? Ich hab sie erstmal freundlich angelächelt und sie anschließend gefragt, ob das wirklich ihr ernst sei. Ich bestelle meine Bücher wann ich will und wie ich sie gerade brauche. Sie arbeitet hier und hat mich als Kunden zu bedienen. Sie hat noch irgendwas gegrummelt, neben mir wurde ich kopfnickend moralisch unterstützt, 2 Minuten später war ich Gott sei Dank wieder draußen und konnte mal ruhig durchatmen.
Wenn ich mir vorstelle, dass ich das nun 6 Monate 2-3 Mal die Woche ertragen muss, wird mir schlecht!

Donnerstag, 13. Oktober 2005

Aus dem Leben eines Studenten

Das Studentenleben ist nicht immer leicht. Dies zeigt sich vor allem am Anfang des Semesters, wenn man versucht in die ersten Lehrveranstaltungen hinein zu kommen um das zu tun, wofür man ja eigentlich da ist - zu lernen. Das Institut für Politikwissenschaft der Uni Wien hat in diesem Jahr ein neues Anmeldesystem, das natürlich bereits einige Probleme verursacht hat.
Eine weitere Neuerung dabei: man meldet sich auch für die Vorlesungen an - damit, so die offizielle Mitteilung, Organisatorisches bereits im Vorfeld erledigt werden kann. Man darf also annehmen, dass wenn sich für eine Vorlesung 500 Menschen anmelden, auch genügend Plätze für diese zur Verfügung gestellt werden. Denkste! Nein, die Uni Wien hat mit dem Hörsaal 23 für die Veranstaltung so ziemlich einen der kleinsten Räume ausgewählt. Wozu auch, diese VO ist ja schließlich nur eine der drei großen Einführungsveranstaltungen. Was hab ich gemacht? Klar, ich bin wieder nach Hause gegangen, denn circa 10 Meter vom Hörsaaleingang zu stehen ist sehr sinnlos. Ich muss zugeben, in 11 Semester Uni lernt man so einige kennen, gewöhnt sich auch an viel, aber eine derartige Veranstaltung habe ich bis heute nicht erlebt. Bravo, Uni Wien! Man lernt eben nie aus in seiner Studentenzeit!
Und genau für dieses System zahlen wir unsere Studiengebühren. Wer in Zukunft Meldungen über schlechte Akademikerquote, niedrige Bildungsstandards und dergleichen liest, darf sich nicht wundern.

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Zuletzt aktualisiert: 17. November, 02:01


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